Der Wandel zur Kreislaufwirtschaft
Schalterprogramme
Der Wandel zur Kreislaufwirtschaft
Jedes Jahr werden weltweit Milliarden Schalter und Steckdosen installiert, fast ausschließlich aus Neuware-Kunststoff. Mit seinem neuen Schaltersystem stellt Hager diesen Standard infrage.
In jedem Gebäude gibt es sie: Schalter neben der Tür oder im Flur, Steckdosen hinter dem Schreibtisch. Schalter und Steckdosen gehören zu den am häufigsten genutzten und sichtbarsten elektrischen Komponenten eines Gebäudes. Dennoch werden sie seit Jahrzehnten nahezu unverändert hergestellt: aus Neuware-Kunststoff, in Kunststoff verpackt, ohne die Umweltauswirkungen von Komponenten zu hinterfragen, die weltweit milliardenfach installiert werden.
Auf einen Blick
Die Herausforderung: Schalter und Steckdosen werden weltweit milliardenfach produziert und installiert, nahezu ausschließlich aus Neuware-Kunststoff. Die daraus resultierenden Umweltauswirkungen sind erheblich, werden bislang jedoch kaum berücksichtigt.
Der Ansatz: ein neues Schaltersystem mit 50 % Post-Consumer-Rezyklat in den Kunststoffkomponenten, Zertifizierung nach Cradle to Cradle Certified® Full Scope auf Bronze-Niveau nach Version 4.1, kunststofffreie Verpackungen aus Recyclingmaterial sowie native Smart-Building-Konnektivität – und das ohne Aufpreis.
Das Ergebnis: bis zu 1.793 Tonnen CO₂-Äquivalent weniger innerhalb von fünf Jahren, bereits im Produktdesign gezielt begrenzter Einsatz kritischer Stoffe sowie kreislauffähige Materialien als neuer zugänglicher Standard für Fachplaner und Installateure.
Von Grund auf kreislauffähig
Das neue Schaltersystem von Hager basiert auf einer einheitlichen Plattform im Format 55 × 55 mm, die vier Designlinien umfasst. Alle sichtbaren Kunststoffkomponenten bestehen zu 50 % aus Post-Consumer-Rezyklat. „Die Komponenten, mit denen Menschen täglich in Berührung kommen, sind jetzt Teil einer Kreislaufwirtschaft. Das war von Anfang an unser Anspruch“, erklärt François Vanhoutte, Program Manager bei Hager.
Ein großer Teil des Systems ist nach C2C Certified® Full Scope auf Bronze-Niveau gemäß Version 4.1 zertifiziert. Das bedeutet unter anderem, dass der Einsatz kritischer Stoffe wie PFAS, PVC und halogenierter Flammschutzmittel eingeschränkt wird. Sämtliche Verpackungen bestehen lediglich aus recyceltem Karton und Papier. Auf Kunststoff wird komplett verzichtet. „Wir haben nicht nur das Produkt neu gedacht, sondern alles, was dazugehört. Bessere Materialien, bessere Verfahren, weniger Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, ergänzt François Vanhoutte.
Wenn die bessere Lösung genauso viel kostet wie die herkömmliche – selbst bei den einfachsten Produkten –, gibt es keinen Grund mehr, sich nicht dafür zu entscheiden. So verändert man eine ganze Branche und reduziert die Umweltbelastung nachhaltig.
Zahlen und Fakten
Post-Consumer-Rezyklat in allen sichtbaren Kunststoffkomponenten2
voraussichtliche Einsparung über 5 Jahre
gegenüber dem bisherigen Standardprogramm
Kunststoff in der Verpackung
auf einer einheitlichen Plattform im Format 55 × 55 mm
Nachhaltig und intelligent
Bessere Materialien reduzieren die Umweltbelastung. Intelligente Konnektivität verstärkt diesen Effekt. Dank nativer Matter-Kompatibilität für Samsung SmartThings lässt sich das System direkt in Smart-Building-Umgebungen integrieren. So können Beleuchtung, Beschattung und weitere Matter-kompatible Geräte direkt über den Schalter automatisiert und gesteuert werden. KNX-Secure-Tastsensoren erweitern den Einsatzbereich auf professionelles Gebäudemanagement und verknüpfen jede Schaltstelle mit der Energieverteilung. So entsteht ein Schaltersystem, das sowohl die Materialbilanz als auch die Betriebseffizienz eines Gebäudes auf einer einheitlichen Plattform verbessert.
Im großen Maßstab bewährt
In den ersten fünf Produktionsjahren lassen sich durch den Einsatz von Post-Consumer-recyceltem Polycarbonat im Vergleich zu Neuware-Kunststoff voraussichtlich bis zu 1.793 Tonnen CO₂1-Äquivalent einsparen. Die Produktreihe ist ohne Aufpreis gegenüber dem bisherigen Standardportfolio erhältlich. So wird Kreislaufwirtschaft ohne Preisbarriere Realität – und nachhaltige Produktauswahl zur einfachsten Entscheidung. „Wenn die bessere Lösung genauso viel kostet wie die herkömmliche – selbst bei den einfachsten Produkten –, gibt es keinen Grund mehr, sich nicht dafür zu entscheiden. So verändert man eine ganze Branche und reduziert die Umweltbelastung nachhaltig“, sagt François Vanhoutte.
Schalter und Steckdosen werden in Gebäuden installiert, die über Jahrzehnte bestehen. Welches Material dafür verwendet wird, war schon immer entscheidend. Heute mehr denn je.
Schätzung auf Grundlage eines Lebenszyklusvergleichs zwischen neu hergestelltem und Post-Consumer-recyceltem Polycarbonat sowie der erwarteten Produktionsmengen
Gemäß Environmental Claim Validation Procedure (ECVP) für Recyclinganteile, UL ECVP 2809-2