Zurück zu Blau
Markenpositionierung
Zurück zu Blau
Eine neue Markenpositionierung funktioniert nur dann, wenn sie Strategie, Identität und das Leistungsangebot eines Unternehmens miteinander verbindet. Chief Marketing Officer Mike Elbers und Christoph Ringwald, Senior Director Communications and Public Relations, erläutern, wie Hager diese drei Elemente zusammengeführt hat.
In den vergangenen 18 Monaten haben Sie gemeinsam mit Ihrem Team die Marke Hager umfassend neu positioniert. Was war der Auslöser?
Elbers: Die Energiewende verändert die Anforderungen an Gebäude grundlegend. Sie müssen weniger Energie verbrauchen, eigene Energie erzeugen und diese intelligent steuern. Im Gebäudesektor, in dem wir seit Jahrzehnten tätig sind, eröffnet das neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Planer, Systemintegratoren, Facility Manager und Gebäudeeigentümer – sie alle brauchen einen Partner, der ganzheitlich denkt und sie von der Planung bis zum Betrieb begleiten kann. Und wir haben dafür die passenden Lösungen und das erforderliche Know-how. Unsere Marke war jedoch noch stark von dem Produktgeschäft geprägt, das uns groß gemacht hat. Es gab eine Lücke zwischen dem, was Hager leisten kann, und der Außenwahrnehmung unseres Unternehmens. Genau diese Lücke schließt unsere Neupositionierung.
Es gab eine Lücke zwischen dem, was Hager leisten kann, und der Außenwahrnehmung unseres Unternehmens. Genau diese Lücke schließt unsere Neupositionierung.
Was bringt die neue Positionierung zum Ausdruck, was die bisherige nicht leisten konnte?
Ringwald: Wir stehen seit jeher für Sicherheit und Einfachheit. Daran hat sich nichts geändert. Hinzugekommen ist jedoch eine dritte Dimension: Intelligenz. Vernetzte Systeme und Lösungen, die Gebäude dabei unterstützen, ihre Energie aktiv zu steuern. Dadurch verändern sich sowohl unser Angebot als auch die Zielgruppe, die wir ansprechen. Ein Fachplaner für ein Gewerbegebäude hat andere Erwartungen als ein Elektriker, der einen Verteiler installiert. Die Marke bietet jetzt Raum für beide Perspektiven. Das ist neu.
Hager gibt es seit über 70 Jahren. Welche Rolle spielt diese Geschichte für eine Marke, die auf die Zukunft ausgerichtet ist?
Elbers: Eine zentrale Rolle. Die Werte, auf denen die Familie Hager dieses Unternehmen aufgebaut hat – Mut, Authentizität und Integrität –, sind keine Relikte der Vergangenheit. Sie zeigen sich jeden Tag in der Art und Weise, wie wir mit unseren Kunden zusammenarbeiten. In unserer Nähe zu den Kunden, in unserer direkten Art und in der Bereitschaft, Probleme gemeinsam anzugehen, statt eine Lösung aus der Distanz zu liefern. Unsere Kunden sagen uns, dass genau das Hager auszeichnet. Gerade heute ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und ein zentraler Bestandteil unserer neuen Positionierung.
Die Rückkehr zu einem einheitlichen Blau war eine bewusste Entscheidung: ein Unternehmen, eine Identität, eine Richtung.
Eine der auffälligsten Veränderungen ist die Farbe. Warum die konsequente Rückkehr zu Blau?
Ringwald: Weil die Farbe von Hager schon immer Blau war. Als wir die Marken über das Konzept der Unternehmensgruppe geführt haben, war dadurch auch unser Erscheinungsbild vielfältiger – mehr Marken, mehr Farben. Die Rückkehr zu einem einheitlichen Blau war deshalb eine bewusste Entscheidung: ein Unternehmen, eine Identität, eine Richtung. Die Reaktionen aus unserem Unternehmen haben bestätigt, dass dies der richtige Schritt war. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich sofort damit identifiziert. Das ist von unschätzbarem Wert, denn sie sind die wichtigsten Botschafter unserer Marke.
„Better buildings. Better tomorrows.“ Das ist ein selbstbewusstes Statement. Was verleiht ihm Gewicht?
Elbers: Die Produkte, Systeme und Lösungen, die wir anbieten. Parallel zu unserer neuen Positionierung haben wir echte Innovationen auf den Markt gebracht: ein Schalterprogramm, das zwei starke Designtraditionen unter dem Namen Hager vereint, die nächste Generation unserer Ladelösungen für Elektrofahrzeuge, eine der ersten standardisierten bidirektionalen Ladelösungen für den privaten Bereich. Dies sind bedeutende Schritte.
Gehen Markenpositionierung und Innovation also Hand in Hand?
Ringwald: Das müssen sie. Die Marke gibt die Richtung vor, Innovation sorgt dafür, dass wir diesem Anspruch gerecht werden. Das eine funktioniert nicht ohne das andere: Eine mutige Positionierung braucht eine substanzielle Grundlage und hervorragende Produkte erzielen nur die gewünschten Ergebnisse, wenn ihre Geschichte erzählt wird. Erst das Zusammenspiel beider macht den Unterschied.