Die Talentformel

Praxisbeispiel

Die Talentformel

Cécile Dhermains standortübergreifende Erfahrungen im internationalen VIE-Programm von Hager stehen beispielhaft für die frühe Verantwortung, die internationale Erfahrung und die strukturierte Entwicklung, die Hager künftig systematisch im Early Careers Programme verankern möchte.

Das Early Careers Programm macht Talententwicklung zu einer strategischen Investition – mit messbaren Ergebnissen und einem klaren Fokus auf dem Aufbau eigener Kompetenzen.

Die 26-jährige Cécile Dhermain arbeitet im Rahmen ihres Volontariat International en Entreprise (VIE)1 an zwei Standorten. Dieses Programm ermöglicht ihr, die internationale Arbeitswelt von Hager aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen. Inspiriert von ihren eigenen Erfahrungen wirkt sie heute an der Konzeption der Early-Careers-Programme von Hager mit. Ihr Ziel ist klar: attraktive Karrierewege für Nachwuchstalente mit hohem Potenzial zu schaffen – mit bereichsübergreifenden Einblicken, strategischen Projekten, kontinuierlicher Weiterbildung und hoher Sichtbarkeit. Es ist die Erfahrung, die sie selbst geprägt hat – und die sie nun an andere weitergeben möchte. Das Early Careers Programm startet im Oktober 2026, um genau diese Erfahrungen zu ermöglichen: ein Programm, in dem talentierte Nachwuchskräfte frühzeitig verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen und sich zu den Fachkräften entwickeln können, die Hager im kommenden Jahrzehnt benötigen wird.

„Dabei handelt es sich nicht einfach um einen Budgetposten für Weiterbildung“, sagt Céline Friedrich, Early Career Talent Acquisition & Program Manager. „Es ist eine strategische Investition in die Kompetenzen, die Hager benötigt, um die Energiewende maßgeblich mitzugestalten. Den Personalbestand des Jahres 2030 bauen wir schon heute auf.“

Talente aus den eigenen Reihen zu entwickeln, bedeutet auch, Entwicklung als gemeinsame Aufgabe sichtbar zu machen – mit Teilnehmergruppen, strukturierten Entwicklungswegen und gemeinschaftlichem Lernen, das individuelles Potenzial in eine nachhaltige Kompetenzbasis für die Zukunft verwandelt.

Die Kosten externer Rekrutierung

Für Unternehmen, die sich rasantem technologischen Wandel, demografischem Druck und einem immer intensiveren Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte stellen müssen, wird die externe Rekrutierung zunehmend zur kostspieligen Standardlösung. Steigende Löhne, höhere Rekrutierungskosten, Honorare für Personalberatungen, längere Einarbeitungszeiten und der schrittweise Verlust von Erfahrungswissen sind strukturelle Herausforderungen, deren Auswirkungen sich im Laufe der Zeit verstärken. Jeder Monat, in dem eine Stelle unbesetzt bleibt, jede Vermittlungsgebühr und jede Neueinstellung, die zwölf Monate benötigt, um ihre volle Produktivität zu erreichen – das sind keine abstrakten Zahlen“, sagt Céline Friedrich. „Sie summieren sich und bremsen uns aus.“ Deshalb ist der systematische Aufbau von Kompetenzen aus den eigenen Reihen zu einer strategischen Voraussetzung für die Transformation von Hager geworden.

Louis Oculy, Auszubildender im Bereich Energiemanagement in der Connected Software Factory von Hager, ist einer von vielen jungen Talenten, die die Kompetenzen aufbauen, die die Energiewende erfordert.

Drei Säulen, eine Pipeline

Das Programm basiert auf drei sich ergänzenden Entwicklungswegen. „Hager braucht unterschiedliche Kompetenzen – tiefgehendes technisches Fachwissen, starke lokale Führungspersönlichkeiten und international einsetzbare Führungskräfte von morgen“, so Céline Friedrich. „Die Struktur des Programms spiegelt genau wider, welche Kompetenzen unsere Transformation erfordert.“ Die drei Entwicklungswege sind:

STEM: Stärkt wissenschaftliche und technische Kompetenzen für Forschung, Produktentwicklung und nachhaltige Innovation.

Local Leadership: Fördert bereichsübergreifendes betriebswirtschaftliches Verständnis innerhalb der einzelnen Märkte und stärkt damit die Nachfolgeplanung sowie die operative Kontinuität.

Global Accelerate: Bereitet Nachwuchstalente mit hohem Potenzial durch internationale Einsätze, strukturierte Rotationen und Mentoring frühzeitig auf Führungsverantwortung vor.

Auf einen Blick

Das Risiko: Der demografische Wandel und der zunehmende Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte machen die externe Rekrutierung kostspielig und unsicher. Dadurch steigen die Risiken durch Lohninflation, höhere Rekrutierungskosten und den Verlust von Erfahrungswissen.

Der Ansatz: Drei Entwicklungswege – STEM, Local Leadership und Global Accelerate – bauen die Kompetenzen auf, die Hager für seine Transformation bis 2030 benötigt – aus den eigenen Reihen.

Das Ergebnis: Eine kumulierte abgezinste Rendite von rund 57 %4 innerhalb von fünf Jahren – durch geringere Rekrutierungskosten, niedrigere Fluktuation und eine schnellere Erreichung der vollen Produktivität neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Mehrwert interner Talententwicklung

Das Programm erfordert zunächst Investitionen in Ausbildungsstrukturen, Mentoring-Kapazitäten und Governance. Mit jeder Teilnehmergruppe steigt jedoch der Nutzen. Auf Grundlage etablierter Investitionsbewertungsverfahren und eines Diskontierungssatzes von 8 %2 – entsprechend den Erkenntnissen der Humankapitalökonomie – ergibt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren eine kumulierte abgezinste Rendite von rund 57 %3. „Der Nutzen wächst mit jeder Teilnehmergruppe“, sagt Céline Friedrich. „Jeder Jahrgang erweitert unsere Kompetenzbasis – und verringert unsere Abhängigkeit vom externen Arbeitsmarkt.“

Eingesparte Rekrutierungskosten, geringere Fluktuation und eine schnellere Produktivität neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen ebenso dazu bei wie das Erfahrungswissen, das intern entwickelte Talente im Laufe der Zeit aufbauen.

Mehr als ein wirtschaftlicher Nutzen

Der Mehrwert reicht jedoch weit über den Unternehmenserfolg von Hager hinaus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickeln ihre Kompetenzen schneller, verbessern ihre Beschäftigungsfähigkeit und übernehmen früher Positionen mit höherer Verantwortung. Damit steigen auch ihre Verdienstmöglichkeiten und ihre langfristige berufliche Stabilität. Wenn junge Talente in Branchen, die die Energiewende vorantreiben, gezielt Kompetenzen aufbauen, profitieren davon regionale Arbeitsmärkte, verschiedene Generationen und ganze Gesellschaften – ein Beitrag zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung. „Dieses Programm verändert den beruflichen Werdegang seiner Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, sagt Céline Friedrich. „Strukturierte Entwicklung, echtes Mentoring und frühe Verantwortung sind Chancen, die klassische Berufseinstiegsprogramme so nicht bieten.“

Das kommende Jahrzehnt gehört Menschen, die sowohl die Technologie als auch den damit verbundenen Wandel verstehen. Hager investiert schon heute in diese Menschen.

Sie möchten mehr erfahren?

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Soziales des Hager-Nachhaltigkeitsberichts 2025/26.

VIE (Volontariat International en Entreprise) ist ein französisches internationales Nachwuchsprogramm, das jungen Staatsangehörigen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ermöglicht, für international tätige Unternehmen für einen Zeitraum von in der Regel 6 bis 24 Monaten im Ausland zu arbeiten.

Entspricht den üblichen Investitionsmaßstäben von Unternehmen sowie den empirischen Erkenntnissen der Humankapitalökonomie

Abgeleitet aus empirischen Untersuchungen der Humankapitalökonomie sowie etablierten Finanzmodellen zur Bewertung von Investitionen in Humankapital

Die kumulierte abgezinste Rendite beschreibt den gesamten finanziellen Nutzen, den das Programm innerhalb von fünf Jahren erzielt, ausgedrückt als Prozentsatz der getätigten Investition. Künftige Nutzen werden auf ihren heutigen Wert abgezinst, sodass die Erträge verschiedener Jahre unmittelbar miteinander vergleichbar sind.

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